Es war einmal ein TBK

Es war einmal… ein typischer Anfang eines jeden Märchens. Genauso fühlt sich für die K’furter Basketballer diese Saison an – wie ein Märchen. Erst gewann man unangefochten die Meisterschaft in der Bezirksliga und versetzte – um in der Märchensprache zu bleiben – den Landesligisten aus Derendingen den Dolchstoß und verbannte sie aus dem Pokal und nun wartete eine weitere Aufgabe auf die tapferen Ritter aus Kirchentellinsfurt. Es waren die Reutlinger, der TSG. Ein Wettstreit um Leben und Tod – oder doch eher um das Pokal Final-Four – war angebrochen.

Aller Anfang war schwer. Man hatte zu kämpfen mit den flinken und trotzdem körperlich agierenden Reutlingern und so geriet man schnell ins Hintertreffen. Doch die Kampfzwerge Reiff und Ertel (zwar ohne Zipfelmützen und nicht so bärtig, aber genauso klein) zauberten ein um den anderen “And-One” aufs Parkett und so lag man nach 10 Minuten nur mit 10:12 zurück.

In der folgenden Viertelpause muss dann wohl die Fee des roten Balles ihren Feenstaub über den K’furtern verstreut haben. Denn das zweite Viertel startete furios. Allen voran der erfahrenste der Kirchentellinsfurter Garde – Ritter Zekos. Dieser traf zwei wichtige Würfe um den Lauf zu starten. Dabei erinnerte er an die Legende Nowitzki, der einst einer der besten Krieger des Planeten war. Eine 39:23 Führung stand zur Halbzeit auf der Anzeigetafel und war mehr als verdient. In der zweiten Halbzeit ließ man keinen Zweifel mehr daran, ins Final Four einzuziehen. Die K’furter schienen sich in Drachen zu verwandeln. Das Feuer war auf den Rängen der Arena zu spüren. Sie flogen durch die Lüfte, um Bälle zu blocken und waren in der Offensive nicht mehr zu bremsen.

Der TBK gewann letztendlich mit 68:42 und zog damit ins Final Four des Bezirkspokal ein. Alle feierten und tobten und das noch die ganze Nacht. Und die Moral von der Geschicht – K’furt ist weiter, Reutlingen nicht. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann…ach, sowas kommt nur am Ende eines jeden Märchens, doch das Märchen der Basketballer aus Kirchentellinsfurt geht weiter!

Mit einem Sieg aus der Liga verabschiedet!

Am Sonntag den 07.04. hatten die Basketballer aus Kirchentellinsfurt – die bereits vor dem Spiel sicher Meister waren – ihr letztes Bezirksligaspiel. Auch für die Gegner aus Böblingen ging es in der Tabelle weder vor noch zurück und so war die Stimmung bei beiden Mannschaften vor diesem letzten Spiel sehr locker und ausgelassen. 

Die K’furter um Spielercoach Dani Gärtner wollten trotz dieser lockeren Stimmung das Spiel auf jeden Fall gewinnen, zumal Böblingen einer von zwei Gegnern war, die es geschafft hatten den Tabellenführer während der Saison zu schlagen. 

Die Dribbelkünstler starteten auch gut ins Spiel. Mit vier Dreiern im 1. Viertel durch Bene „Swaggy B“ Peissl, „Kampfzwerg“ Lukas Ertel und Rookie Lion Potrebny brannte der TBK ein Feuerwerk ab. Auch unter dem Korb lief es gut, hier setzte sich Frieder „die Faust“ Aichele immer wieder mit guten Cuts durch und konnte so leichte Punkte unter dem Korb sammeln. Defensiv zeigten sich die K´furter mit einer sehr aggressiven Zonenverteidigung, in der vor allem Jonas „the Brick“ Reiff und Marius „the Flash“ Lindenschmid den Böblingern das Leben schwer machten. So konnte man sich zur ersten Viertelpause einen 28:11 Vorsprung erspielen. 

Die vermeintlich hohe Führung sorgte dafür, dass die Echazballer ein bisschen nachlässig wurden, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, so dass man den Böblingern ermöglichte den Abstand zu verringern. Zur Halbzeit stand es nur noch 41:32 aus Sicht der Gäste. 

Die Halbzeitansage von Coach Gärtner war klar. Das „Bullshit 2. Viertel“ abhaken und wieder guten Basketball spielen. Leider gelang dies ganz und gar nicht und man geriet sogar in Rückstand zu Ende des 3. Viertels. 

Im 4. Viertel steigerten sich die Jungs aus K-Town dann nochmal ordentlich in der Offensive und Defensive unter anderem durch Zwei-Punkte Würfe von Philipp „easy“ Koch und guten Aktionen auf beiden Enden des Spielfelds durch D. „Rose“ Werner. So konnte der TBK wieder die Führung übernehmen und diese dann auch verteidigen. 

Somit siegten die Kirchentellinsfurter auch in ihrem letzten Rundenspiel und beenden damit ihre glorreiche Saison mit einem 16:2 Rekord als klarer Meister

Jedoch hat der Basketball in Kirchentellinsfurt noch kein Ende! 

Am Samstag den 13.04. findet im Bezirkspokal das Poolfinale Nord statt. Um 18:00 Uhr ist Hochball in Kirchentellinsfurt gegen die Landesliga Mannschaft TSG Reutlingen 2. Mit einem Sieg würden die K´furter zum dritten Mal in Folge ins Final Four einziehen und könnten sich so das Double holen. 

Die Mannschaft freut sich natürlich über jede Unterstützung von den Rängen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Der TBK blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

Am 22. März folgten viele Mitglieder des TB Kirchentellinsfurt und kamen zur Jahreshauptversammlung im Sportheim am Faulbaum zusammen.

Begrüßt wurden die anwesenden Mitglieder von ihrem ersten Vorsitzenden Michael Hoffmann. Zunächst wurde den im zurückliegenden Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht. Darauf folgte der Bericht des ersten Vorsitzenden. Michael Hoffmann blickte auf ein bewegtes zweites Amtsjahr zurück, das „Highlights und Lowlights im sportlichen Bereich, dem Vereinszweck“ bereithielt. Bestes Beispiel war der aktive Bereich der Fußballabteilung mit dem Trainerwechsel beim Bezirksligateam, dem eine deutliche Leistungssteigerung in der Rückrunde der vergangenen Saison und dann dennoch der Abstieg folgte. Gleichzeitig gelang der Zweiten mit dem Aufstieg in die Kreisliga A Historisches. In der aktuellen Runde spielt der TBK deshalb mit zwei Teams in der Kreisliga A und hat für die Herrenmannschaft 2 den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga ausgegeben.

Auch im Basketball blickt der TBK auf ein bewegtes Jahr zurück, das einen Abstieg aus der Landesliga und den direkten Wiederaufstieg sah.

Neben der Turnabteilung, die ebenfalls im sportlichen Wettbewerb Erfolge verzeichnen konnte, fand in Michael Hofmanns Ausführungen der Freizeitsportbereich Würdigung, der zahlreichen Aktiven ein vielfältiges Angebot bereithält das mit Zumba, Parkour/Freerunning und Yoga sogar noch vergrößert wurde und auch mehr jüngere Interessierte anspricht.

Im wirtschaftlichen Bereich blickt der TBK auf ein solides Geschäftsjahr zurück, dass er dennoch mit einem kleinen Fehlbetrag abschließt. Hier macht sich der Pächterwechsel bemerkbar, der Investitionen notwendig machte aber reibungslos verlief. Dem neuen Pächter ist ein guter Start gelungen, die Rückmeldung der Gäste ist positiv und so sind Verein und Wirt hoffnungsvoll für die Zukunft des Sportheims. Neben der Pacht stützen sich die Finanzen des Vereins auf die Mitgliederbeiträge und als dritte Säule die Einnahmen aus Veranstaltungen und den Altpapier-Bündelsammlungen. Letztere sind trotz der Einführung der blauen Tonne im Kreis Tübingen stabil geblieben.

Hoffmann wendete sich in seinem Bericht nun den kommenden Themen zu, entschuldigte sich dabei, „dass ich so lang schwätz. Das ist vielleicht der Einfluss von Herrn Haug, der neben mir sitzt. Der kann das auch.“ Haug kommentierte launig, das sei ja auch sein Job.

Der Ausblick begann mit dem Thema Kunstrasen, das für den TBK große Bedeutung hat, um einen kontinuierlicheren Trainings- und Spielbetrieb und damit die sportliche Zukunft im Wettbewerb mit den Nachbarn zu sichern. Mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen legte Hoffmann den anwesenden Mitgliedern nahe, ihr Wahlrecht wahrzunehmen und ihr Kreuz bei denen zu machen, die ihre Interessen am besten vertreten.

Das Ziel des TBK ist es, das Kunstrasenprojekt schnell zu verwirklichen. Vielleicht, so schloss Hofmann seinen Bericht, „können wir dann die Eröffnung im Jahr unseres 125-jährigen Vereinsjubiläums (2021) feiern.“

Nach den Berichten aus den Abteilungen und dem Finanzbericht des Kassiers Frank Wörn wurde Bürgermeister Bernd Haug gebeten, die Entlastung der Vorstände und die Wahlen für die zu besetzenden Positionen im Verein durchzuführen. Bevor er dies tat, steuerte er zu den Themen in den Berichten des Vorstands und der Abteilungsleiter die Sicht der Gemeindeverwaltung bei und ging dabei auf das Kunstrasenthema ein, für das er im Gemeinderat aktuell keine Mehrheit sieht. Er äußerte sich zum hohen Wert des Ehrenamtes und der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein.

Die anschließenden Wahlen gingen zügig vonstatten. Im Vorstand gab es keine personellen Wechsel. Im Hauptausschuss des Vereins wurden mit Annika Müllerschön und Julia Burkhard zwei Beisitzerinnen neu gewählt.

Die Ehrungen der Jubilare des TBK nahm dessen Ehrenvorsitzender Helmut Grauer vor und garnierte sie in gewohnt launiger Weise mit Anekdoten aus dem Vereinsleben der Geehrten. Die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im TBK im Überblick:

25 Jahre: Valentin Basler, Wilfried Böhmler, Sascha Dotzenroth, Jürgen Sauer, Karlheinz Steffan, Carmen Steffan, Christoph Schmidt.
40 Jahre: Jörg Breiter, Ulrich Theurer, Rosemarie Wolter, Michael Hermann, Barbara Wolter.
50 Jahre: Christian Kemmler, Kurt Mauser.
60 Jahre: Günter Nerz, Heinz Poley.
70 Jahre: Bruno Mornhinweg

Abbildung 1: Bürgermeister Haug und der 1. Vorsitzende des TBK Michael Hoffmann mit den anwesenden Jubilaren (v.l.n.r.: Michael Hoffmann, Christian Kemmler, Wilfried Böhmler, Valentin Basler, Karlheinz Steffan, Bruno Mornhinweg, Jürgen Sauer, Christoph Schmid, Günther Nerz, Michael Hermann, Jörg Breiter, BM Bernd Haug